*Lust
Jetzt fang ich aber mal an, damit das Ganze hier nicht zu lang wird.
Vor den Ferien, war ich eine Woche in Bewerly Park. Das ist eine Veranstaltung, die jedes Jahr mit dem 3rd Year gemacht wird. Bewerely Park liegt in den Yorkshire Dales und in dieser Woche lernen die Kinder und natürlich auch die Lehrer mal ein anderes Leben kennen. Wohnen tun die Kinder in Gruppendorms, natürlich getrennt nach Geschlecht. Für jeden Dorm sind ein oder zwei Lehrer zuständig wo dann auch jedes Jahr ein kleiner Wettkampf stattfindet.
Jeden morgen nach dem Frühstück werden die Dorms von einem Bewerly Park Staff Member kontrolliert und bepunktet.
Ich war zusammen mit Peter für den Dorm 4 East zuständig und bei uns herschte Zucht und Ordnung. Man könnte das Ganze mit einem Army Camp vergleichen. Morgens wurde alles sauber gemacht, selbst die kleinste Fluse auf dem Boden wurde entfernt. Bei der Inspektion wurde still gestanden und salutiert. Wenn sich einer rührte machten alle 50 Liegestütze. Sowas nenn ich Kameradschaft. Wir haben also richtige Kampfmaschinen ausgebildet!! Aber am Ende der Woche hat es sich auch gelohnt von möglichen 40 Punkten, haben wir 41 Punkte bekommen....... jetzt fragt ihr euch bestimmt warum 1 Punkt mehr als möglich.....?!?!?!? Wir haben Angus dazu verdonnert die Gruppenduschen jeden Tag zu reinigen..... gut.... am Ende war immer alles überschwämmt, aber es hat sich für „uns“ gelohnt. Bei dem täglichen Teammeeting wurde unsere Brust immer breiter und die anderen, haben sich am letzten Tag garnicht mehr blicken lassen.
Jeder weiss, dass es manchmal sehr schwer ist Kinder ins Bett zu bringen und ruhig zu stellen. Mein ERFOLGREICHES Vorgehen war ..... German Lessons, die ich jetzt aber auch nicht weiter erläutern möchte.
Aber jetzt kommen wir mal zu dem Hauptgrund dieser Woche.
3 Tage später bin ich dann mit Julius, Mel nach Schottland gefahren. Insgesamt haben wir 1800 km hinter uns gelassen.
1. Tag
Am Sonntag ging es also bei schönstem Wetter los (Das sollte sich später ändern). Die Strecke war relativ gut geplant, wir haben uns aber zwischendurch entschieden noch andere Sachen anzusehen. Unter anderem sind wir nach Keswick im Lake Distrikt gefahren. Und wie es der Zufall will, haben ein James Bond Museum gefunden, welches an diesem Tag eröffnet hatte. Es war angeblich das erste Museum mit originalen Autos in der Welt.
Peter Nelson heißt der Besitzer, dieser Autos, der uns stolz herumgeführt hat.
Es wurde allerdings schon spät und für diesen Tag hatten wir noch keine Unterkunft und wir wollte uns in der nähe von Glasgow niederlassen, da wir am nächsten morgen Tiho, ein Freund von Mel, vom Flughafen abholen mussten.
Und da ist mir noch mal eingefallen, dass wir eigentlich gar keinen Platz mehr für eine 4te Person hatten. Wir waren so vollgepackt…… und da kommt noch einer…!!!! Oh oh, aber ich saß ja am vorne und konnte es ganz gelassen angehen.
Normalerweise findet man ja an jeder Ecke ein B&B, wenn man eins sucht…. Findet man es nicht. Es wurde schon dunkel und wir sind irgendwo im Nichts rumgefahren. Als wir dann endlich eins gefunden hatten, waren allerdings nur 2 Betten verfügbar und Mel wollten wir dann doch nicht bei den Schafen schlafen lassen. Auf der Suche haben wir in einem kleinen Dörfchen in einem Pub gestoppt und gefragt wo wir etwas finden könnten. Leider haben wir nichts verstanden…….. waren ja Schotten……
Am Ende hat es dann doch irgendwie geklappt und wir konnten durch die mehr oder weniger gute Beschreibung ein B&B finden.
2. Tag
Wir warteten also am Flughafen auf Tiho…. Er sollte eigentlich schon längst da sein. Er hätte uns mal lieber sagen sollen, dass er mit Ryan Air geflogen ist. Und jeder kennt Ryan Air….. es ist nicht Düsseldorf, sondern Weeze.
Toll… 100 km Umweg. Aber gut, Benzin ist ja nicht ganz so teuer in der UK (ca. 1€).
Am „anderen“ Flughafen angekommen wartete die nächste Mission auf uns. Wie bekommen wir ihn und seine Klamotten in das Auto? Lösung: Alles auf Mel stapeln.
Jetzt hieß es…. Auf in die Highlands und nach Glenfinnan, wo wir die Harry Potter-Brücke
besichtigt haben und später zu einem Bothy gewandert sind.
Je tiefer man in die Highlands fährt desto atemberaubender werden sie.
Auf unserem Weg zum Bothy hatten wir Rehe als Begleitung, die 4 Meter von uns entfernt waren.
Und jetzt begann unser Abenteuerurlaub. Ausgestattet mit dem wichtigsten, also Essen und Bier haben wir uns in der kleinen Hütte, in der es nur eine kleine Feuerstelle gab, niedergelassen. Bei gemütlichem Kaminfeuer und ein bisschen Musik haben wir den Tag ausklingen lassen
3. Tag
Auf dem 4 km Rückweg hat es auf einmal so dermaßen angefangen zu regnen, sodass wir auch den Fluss hätten schwimmen können. Die nächsten 180 km wurden also nass im Auto verbracht… mit der Fähre ging es auf die Isle of Skye wo wir in einem Hostel übernachten sollten. Am Hostel angekommen kam die Sonne raus und wir hatten das beste Wetter!
4. Tag
Am nächsten Tag haben wir noch einige Stellen der Skye besichtigt….Amazing!
Danach ging es aber dann weiter zum nächsten Bothy (Suardalan). Meiner Meinung nach war dies der Beste Tag in Schottland. Ich hatte mich sehr gut darauf vorbereitet dieses Bothy zu finden. Es gibt kein Verzeichnis wo sich die einzelnen Bothies befinden. Man muss sich mit den Infos zufrieden geben, die man im Internet findet oder Leute fragen. Dafür sind sie aber kostenlos….
Meiner Karte zufolge war es ein ganz einfacher Weg. Problem war nur…… zwischen uns und dem Bothy war ein riesiger Berg… war wohl nichts mit laufen wie vorgesehen. Zum Glück gab es eine Straße über den Berg, was und auch noch mal einen wundervollen Ausblick verschaffte. Aber wo zum Teufel war jetzt das Bothy??? Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Straßen besser als erwartet und in einem sehr guten Zustand…… bis wir schließlich zu einem Schotterweg kamen, wo ein Schild stand, welches wir aber nicht übersetzen konnten.
Der Weg hatte Schlaglöcher, so tief, dass ich mich darin hätte verstecken können.
Am Ende des Weges stand auf einmal ein Haus und der Weg wurde durch ein Tor getrennt.
Wir wollten gerade aussteigen, da kamen auf einmal 2 Hunde auf uns zu gerannt. Das hieß…Türen wieder zu machen. Wir müssten aber nicht lange warten, da kam eine Frau aus dem Haus……..
Sie hatte erstmal was über das Schild gesagt, aber da habe ich nicht zugehört. Danach haben wir ihr unsere Situation erklärt und sie hat uns einen anderen Weg empfohlen…… Das Problem war..... wir konnten das Bothy schon sehen und wir wollten durch dieses Tor. Haben uns dann aber doch entschieden zurückzufahren…..zunächst…. durch einen Zufall haben wir nämlich einen James Cameron kennengelernt. Er kannte diese Frau und meinte nur, dass sie nichts zu sagen hat und wir ruhig durch dieses Tor fahren sollten….. mit persönlicher Erlaubnis. Haben wir dann auch gemacht!!! Wir befanden uns danach in einer Art Forstgebiet und haben einen passenden Parkplatz gefunden. Es waren nur noch 300 Meter Luftlinie, allerdings mussten wir noch einen Fluss überqueren. Das Bothy stand außerdem auf einem Hügel, auf dem man knöcheltief eingesunken ist. Die Plastiktüten haben noch 5 Schritten auch nichts mehr gebracht…..nach einer Weile war das Wasser auch nicht mehr kalt…..
In dem Bothy haben wir es uns auch schön gemütlich gemacht. Wir hatten sogar einen richtigen Ofen und Holzkohle, die von Vorgängern dagelassen wurde. Der Ofen wurde richtig heiß und schnell hatte der Raum auch „Zimmertemperatur *2“.
Auf der Isomatte und war die Nacht relativ angenehm.
5. Tag
Auto stand noch…… weiter ging es nach Pitlochry zum nächsten Hostel. Es war wieder am regnen, aber das war mir in dem Moment egal….. ich hab mich nur auf die Edradour Distillerie gefreut, die wir nächsten Tag besichtigt haben.
Ansonsten gab es auch nicht viel zu machen……
7 + 8. Tag
Letzter Halt war Edinburgh. 2 Tage Sonnenschein…. Und ich muss sagen …… schöne Stadt…. Kilt gekauft…… Leute kennengelernt…… noch mehr Leute kennengelernt….. viel Spaß gehabt…..








