Thursday, 14 May 2009

Bewerly Park und Schottland

Lange Zeit ist vergangen und jetzt lasse ich auch mal wieder was von mir hören. Als Entschuldigung kann ich nur sagen, dass eine Menge passiert ist und ich seid ca. 5 Wochen nicht wirklich *Zeit hatte mich zu melden.....
*Lust

Jetzt fang ich aber mal an, damit das Ganze hier nicht zu lang wird.

Vor den Ferien, war ich eine Woche in Bewerly Park. Das ist eine Veranstaltung, die jedes Jahr mit dem 3rd Year gemacht wird. Bewerely Park liegt in den Yorkshire Dales und in dieser Woche lernen die Kinder und natürlich auch die Lehrer mal ein anderes Leben kennen. Wohnen tun die Kinder in Gruppendorms, natürlich getrennt nach Geschlecht. Für jeden Dorm sind ein oder zwei Lehrer zuständig wo dann auch jedes Jahr ein kleiner Wettkampf stattfindet.
Jeden morgen nach dem Frühstück werden die Dorms von einem Bewerly Park Staff Member kontrolliert und bepunktet.
Ich war zusammen mit Peter für den Dorm 4 East zuständig und bei uns herschte Zucht und Ordnung. Man könnte das Ganze mit einem Army Camp vergleichen. Morgens wurde alles sauber gemacht, selbst die kleinste Fluse auf dem Boden wurde entfernt. Bei der Inspektion wurde still gestanden und salutiert. Wenn sich einer rührte machten alle 50 Liegestütze. Sowas nenn ich Kameradschaft. Wir haben also richtige Kampfmaschinen ausgebildet!! Aber am Ende der Woche hat es sich auch gelohnt von möglichen 40 Punkten, haben wir 41 Punkte bekommen....... jetzt fragt ihr euch bestimmt warum 1 Punkt mehr als möglich.....?!?!?!? Wir haben Angus dazu verdonnert die Gruppenduschen jeden Tag zu reinigen..... gut.... am Ende war immer alles überschwämmt, aber es hat sich für „uns“ gelohnt. Bei dem täglichen Teammeeting wurde unsere Brust immer breiter und die anderen, haben sich am letzten Tag garnicht mehr blicken lassen.
Jeder weiss, dass es manchmal sehr schwer ist Kinder ins Bett zu bringen und ruhig zu stellen. Mein ERFOLGREICHES Vorgehen war ..... German Lessons, die ich jetzt aber auch nicht weiter erläutern möchte.

Aber jetzt kommen wir mal zu dem Hauptgrund dieser Woche. Die Kinder sollten wie gesagt mal was anderes kennenlernen, „apart from the posh life“. Die Kinder und natürlich die Lehrer hatten die Möglichkeit verschiedene Adventure Trips zu machen um sich besser kennenzulernen und ihre Teamarbeit zu verbessern. Wir gingen unter anderem Kanufahren, Klettern und wir haben uns in einen Fluss abgeseilt und sind durch das kalte Wasser gegangen. Es war eine sehr interessante Woche, sogar für mich und in Verbindung mit dem perfekten Wetter, konnte man diese Woche nur genießen.











































3 Tage später bin ich dann mit Julius, Mel nach Schottland gefahren. Insgesamt haben wir 1800 km hinter uns gelassen.

1. Tag
Am Sonntag ging es also bei schönstem Wetter los (Das sollte sich später ändern). Die Strecke war relativ gut geplant, wir haben uns aber zwischendurch entschieden noch andere Sachen anzusehen. Unter anderem sind wir nach Keswick im Lake Distrikt gefahren. Und wie es der Zufall will, haben ein James Bond Museum gefunden, welches an diesem Tag eröffnet hatte. Es war angeblich das erste Museum mit originalen Autos in der Welt. Peter Nelson heißt der Besitzer, dieser Autos, der uns stolz herumgeführt hat.






Es wurde allerdings schon spät und für diesen Tag hatten wir noch keine Unterkunft und wir wollte uns in der nähe von Glasgow niederlassen, da wir am nächsten morgen Tiho, ein Freund von Mel, vom Flughafen abholen mussten.
Und da ist mir noch mal eingefallen, dass wir eigentlich gar keinen Platz mehr für eine 4te Person hatten. Wir waren so vollgepackt…… und da kommt noch einer…!!!! Oh oh, aber ich saß ja am vorne und konnte es ganz gelassen angehen.
Normalerweise findet man ja an jeder Ecke ein B&B, wenn man eins sucht…. Findet man es nicht. Es wurde schon dunkel und wir sind irgendwo im Nichts rumgefahren. Als wir dann endlich eins gefunden hatten, waren allerdings nur 2 Betten verfügbar und Mel wollten wir dann doch nicht bei den Schafen schlafen lassen. Auf der Suche haben wir in einem kleinen Dörfchen in einem Pub gestoppt und gefragt wo wir etwas finden könnten. Leider haben wir nichts verstanden…….. waren ja Schotten……
Am Ende hat es dann doch irgendwie geklappt und wir konnten durch die mehr oder weniger gute Beschreibung ein B&B finden.

2. Tag
Wir warteten also am Flughafen auf Tiho…. Er sollte eigentlich schon längst da sein. Er hätte uns mal lieber sagen sollen, dass er mit Ryan Air geflogen ist. Und jeder kennt Ryan Air….. es ist nicht Düsseldorf, sondern Weeze.
Toll… 100 km Umweg. Aber gut, Benzin ist ja nicht ganz so teuer in der UK (ca. 1€).
Am „anderen“ Flughafen angekommen wartete die nächste Mission auf uns. Wie bekommen wir ihn und seine Klamotten in das Auto? Lösung: Alles auf Mel stapeln.

Jetzt hieß es…. Auf in die Highlands und nach Glenfinnan, wo wir die Harry Potter-Brücke
besichtigt haben und später zu einem Bothy gewandert sind.
Je tiefer man in die Highlands fährt desto atemberaubender werden sie.

































Auf unserem Weg zum Bothy hatten wir Rehe als Begleitung, die 4 Meter von uns entfernt waren.













Und jetzt begann unser Abenteuerurlaub. Ausgestattet mit dem wichtigsten, also Essen und Bier haben wir uns in der kleinen Hütte, in der es nur eine kleine Feuerstelle gab, niedergelassen. Bei gemütlichem Kaminfeuer und ein bisschen Musik haben wir den Tag ausklingen lassen.




























3. Tag
Auf dem 4 km Rückweg hat es auf einmal so dermaßen angefangen zu regnen, sodass wir auch den Fluss hätten schwimmen können. Die nächsten 180 km wurden also nass im Auto verbracht… mit der Fähre ging es auf die Isle of Skye wo wir in einem Hostel übernachten sollten. Am Hostel angekommen kam die Sonne raus und wir hatten das beste Wetter! So blieb es auch den ganzen Tag. Erstmal warm Duschen und die nassen Sachen zum trocknen raushängen. Das Hostel war mit eines der Besten, die ich bisher gesehen habe mit einer sehr schönen Atmosphäre.














4. Tag
Am nächsten Tag haben wir noch einige Stellen der Skye besichtigt….Amazing!




































Danach ging es aber dann weiter zum nächsten Bothy (Suardalan). Meiner Meinung nach war dies der Beste Tag in Schottland. Ich hatte mich sehr gut darauf vorbereitet dieses Bothy zu finden. Es gibt kein Verzeichnis wo sich die einzelnen Bothies befinden. Man muss sich mit den Infos zufrieden geben, die man im Internet findet oder Leute fragen. Dafür sind sie aber kostenlos….

Meiner Karte zufolge war es ein ganz einfacher Weg. Problem war nur…… zwischen uns und dem Bothy war ein riesiger Berg… war wohl nichts mit laufen wie vorgesehen. Zum Glück gab es eine Straße über den Berg, was und auch noch mal einen wundervollen Ausblick verschaffte. Aber wo zum Teufel war jetzt das Bothy??? Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Straßen besser als erwartet und in einem sehr guten Zustand…… bis wir schließlich zu einem Schotterweg kamen, wo ein Schild stand, welches wir aber nicht übersetzen konnten.



Der Weg hatte Schlaglöcher, so tief, dass ich mich darin hätte verstecken können.
Am Ende des Weges stand auf einmal ein Haus und der Weg wurde durch ein Tor getrennt.
Wir wollten gerade aussteigen, da kamen auf einmal 2 Hunde auf uns zu gerannt. Das hieß…Türen wieder zu machen. Wir müssten aber nicht lange warten, da kam eine Frau aus dem Haus……..
Sie hatte erstmal was über das Schild gesagt, aber da habe ich nicht zugehört. Danach haben wir ihr unsere Situation erklärt und sie hat uns einen anderen Weg empfohlen…… Das Problem war..... wir konnten das Bothy schon sehen und wir wollten durch dieses Tor. Haben uns dann aber doch entschieden zurückzufahren…..zunächst…. durch einen Zufall haben wir nämlich einen James Cameron kennengelernt. Er kannte diese Frau und meinte nur, dass sie nichts zu sagen hat und wir ruhig durch dieses Tor fahren sollten….. mit persönlicher Erlaubnis. Haben wir dann auch gemacht!!! Wir befanden uns danach in einer Art Forstgebiet und haben einen passenden Parkplatz gefunden. Es waren nur noch 300 Meter Luftlinie, allerdings mussten wir noch einen Fluss überqueren. Das Bothy stand außerdem auf einem Hügel, auf dem man knöcheltief eingesunken ist. Die Plastiktüten haben noch 5 Schritten auch nichts mehr gebracht…..nach einer Weile war das Wasser auch nicht mehr kalt…..















In dem Bothy haben wir es uns auch schön gemütlich gemacht. Wir hatten sogar einen richtigen Ofen und Holzkohle, die von Vorgängern dagelassen wurde. Der Ofen wurde richtig heiß und schnell hatte der Raum auch „Zimmertemperatur *2“.
Auf der Isomatte und war die Nacht relativ angenehm.


























5. Tag
Auto stand noch…… weiter ging es nach Pitlochry zum nächsten Hostel. Es war wieder am regnen, aber das war mir in dem Moment egal….. ich hab mich nur auf die Edradour Distillerie gefreut, die wir nächsten Tag besichtigt haben.
Ansonsten gab es auch nicht viel zu machen……

7 + 8. Tag
Letzter Halt war Edinburgh. 2 Tage Sonnenschein…. Und ich muss sagen …… schöne Stadt…. Kilt gekauft…… Leute kennengelernt…… noch mehr Leute kennengelernt….. viel Spaß gehabt…..

Sunday, 29 March 2009

.....

Vor 4 Wochen hieß es…… was zieh ich an und was ist nicht zu peinlich um sich später noch in der Stadt zu zeigen….?
Grund dafür war die Geburtstagsparty von Sonia. Sonia ist eine Französin aus meinem Englischkurs und sie hatte uns (Julius, Melvin und mich) eingeladen.
Ich denke wir haben uns das richtige Kostüm ausgesucht… wir waren der Hingucker auf der Party und natürlich noch in den Club von Harrogate.


Unser kleiner Neuseeländer hatte sich auf dem Weg in die Stadt allerdings überlegt doch lieber den Mafiaboss zu spielen. Nachdem er „Nacho“ sein Maschinengewehr abnehmen konnte ist er mit lautem Getöse durch die Strassen gerannt und hat sich in den Vorgärten der Villen im Schlamm gewälzt. Dementsprechend sah dann auch sein Hemd aus.
Das war dann auch der Grund weswegen es für ihn besonders schwer war in die Clubs zu kommen.




Das nächste Wochenende hat uns Gerold aus Coventry besucht. Freitagabend haben wir ihn in York abgeholt und haben dort noch ein paar Stunden verbracht. Samstag haben wir uns dazu entschieden als „The Black Shepards“ wieder mal nach Harrogate zu gehen. Damit sich Melvin unter den Deutschen nicht ganz so alleine fühlte, haben wir noch einen anderen Neuseeländer zu uns eingeladen. Wir haben ihn vorher noch nie gesehen, er macht auch ein FSJ in Ripon an einer Grundschule, aber Fergus war ganz in Ordnung. Der Abend war mal wieder ein großer Erfolg, und aus irgendeinem Grund war dieser Abend auch gar nicht so teuer wie sonst immer…… das kann ich mir auch gar nicht erklären. Ich muss Julius noch mal fragen……

Am letzten Wochenende hatten Melvin und ich erst noch ein Spiel…. (er spielt jetzt auch bei mir im Team). Nach einem grandiosen Spiel auf einer Kuhweide haben wir 4:0 gewonnen. Und ich habe keine Ahnung wie, aber ich hab den Torreigen eingeleitet. Ich wurde wahrscheinlich angeschossen.
Abends kam Fergus noch vorbei und ratet mal wo wir waren!??!?! Richtig…. Harrogate. Zunächst haben wir uns mit ein paar Lehrer im Weatherspoons getroffen und danach sind wir auf eigene Faust los….. im wahrsten Sinne des Wortes. Auf einmal war Melvin weg… einfach verschwunden. Irgendwann hab ich ihn dann außerhalb eines Clubs wiedergefunden, zusammen mit Fergus. Ich traute meinen Augen nicht….. er sah aus wie das letzte Einhorn. Er wurde nämlich von jemandem zusammengeschlagen. Anscheinend hatte er ihn gefragt, ob er sein Handy haben könne um eine Nachricht zu schreiben. Und da der Kerl so freundlich war, hat er ihm 30 Sekunden bekommen. Melvin war wohl nicht schnell genug beim tippen.
Am nächsten morgen stand dann die Polizei vor der Tür und wollte eine Aussage von ihm haben, sie haben den Typen nämlich noch am selben Abend eingesperrt.


Melvin geht es aber soweit wieder gut.
An meinem Geburtstag hatte ich Besuch von meiner Schwester. Da ja ein Geburtstag was besonderes ist, habe ich mir gedacht….. gehen wir mal nicht nach Harrogate. Also haben wir Leeds erkundet. Es war mal wieder ein sehr amüsanter Abend, wobei man sich das auch nur leisten kann wenn man mit 7 Leuten dahin fährt. Die Taxipreise sind Wucher!!!!
Komischerweise haben wir hier in England seit Wochen schon richtig gutes Wetter. Mittlerweile haben wir konstante 15 Grad und Sonnenschein. Am letzten Samstag haben wir dann die Gelegenheit genutzt und haben die Fauntains Abbey besichtigt. Weil es uns da so gut gefallen hat, haben wir uns auch gleich bei der National Trust Organisation angemeldet. D.h. wir können uns jetzt über 500 Sehenswürdigkeiten in UK umsonst ansehen. Das passt wunderbar, denn in 2 Wochen geht es ab nach Schottland in den Abenteuerurlaub…… Davon berichte ich dann später!!!! Seid gespannt!!!
Die komplette nächste Woche bin ich mit dem 3rd year im Bewerly Park. Wo wir eine Woche klettern, Kanu fahren, wandern und andere Sachen machen werden.

Friday, 27 February 2009

Ich bins mal wieder…

Auf dem Weg zu meinem Englischkurs ist es passiert. Ich hatte ja gehofft, ich komm darum herum….aber nein.
Ich fand es eigentlich ganz cool, dass mich alle Mädels beim anfahren an der Ampel oder beim um die Kurve fahren im zweiten Gang, alle angeguckt haben. Hat sich auch nicht schlecht angehört. Aber als ich bemerkt habe, dass ich doch keinen Porsche fahre, sondern immer noch einen Opel, der sich zwar wie ein Sportwagen anhörte, aber wen wundert es….keiner war….. kam ich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
Die erste Werkstatt wollte sage und schreibe 110 Pfund für das Mittelstück des Auspuffs haben (umgerechnet Stand: Sept. 08, ca. 170 €). Ich hatte leider nicht genug Geld dabei und meine Karte lag im Auto (war zu faul sie zu holen). Zum Glück habe ich im Verein jemanden der KFZ- Mechaniker ist. Ich musste eigentlich nur den Auspuff bezahlen und bin daher relativ günstig weggekommen. Ich bin doch nur ein Volunteer.

Nach erfolgreicher Reparatur hatte ich auch schon wieder eine Woche Ferien. Es war mal wieder an der Zeit mein Auto auf Vordermann zu bringen. Am nächsten Tag konnte ich meinen Augen nicht glauben. Ein Vogel war echt so dreist und hat an meiner Fahrertür (immer noch links) seine Markierung gemacht.
Komisch…… bevor ich das Auto gewaschen hatte war diese Markierung an exakt der selben Stelle.
Also bin wie Sherlock Holmes losgezogen und habe versucht das Problem zu lösen. Hinterher stellte sich heraus, dass es seit ca. einem Jahr einen Vogel gibt, der sich auf die Spiegel der Autos setzt und sich seiner Mahlzeiten entledigt. Ganz schön frech der Kleine. Aber ich hab auch schon eine Lösung.
Dieses Wochenende werde ich mich im Gebüsch verstecken, ausgerüstet mit einem Luftgewehr…… er wird schon sehen was er davon hat….

Heute hat Sonia vom Englischkurs Geburtstag. Sie gibt eine kleine Party, mit dem Motto Film-Hauptdarsteller. Ich bin noch unentschlossen, aber da ich nicht so viele Möglichkeiten habe werde ich entweder James Bond sein, oder zusammen mit Julius, der auch kommt, einer der Blues Brothers.
Später gibt’s dann die Fotos!

Ansonsten ist eigentlich nichts erwähnenswertes passiert….. aber da wird es mit Sicherheit noch einiges geben.

Bis dahin

Wednesday, 21 January 2009

wieder zurück....

Nach meinem kurzen Besuch in der Heimat und überstandenem „Kulturschock“, bin ich nun wieder im kalten (allerdings nicht -28 Grad kalten) England.
Die ersten 3 Wochen waren geprägt von Reisen, unzähligen Besuchen neuen Bestleistungen und natürlich viel Geldnot.

Aber mal der Reihe nach.
Silvester war für mich zunächst einmal eine komplett neue Erfahrung….. London!!!
Wow, wer hatte das gedacht!??!! Ich mit ausgewählten Personen in London…… das muss der Hammer sein.
Gut, ich mein das Feuerwerk war schon ganz OK…… sagen wir UNGLAUBLICH!!!!!..... was die da alles in die Luft jagen......
Aber nach einer viertel Stunde war das auch alles vorbei.
















Und dann geschah was noch unglaublicheres. Alle Leute gingen nach Hause. Die Menschenmassen, die vor 2 Stunden versucht haben die besten Plätze fürs Feuerwerk zu ergattern, gingen einfach Hause. Diejenigen, die zu spät kamen, und sowieso nichts mehr mitbekommen haben, sind dann wieder zurück in die Pubs getorkelt.
Die Nacht war sehr kurz, zumal wir am nächsten Morgen unseren Zug um halb 11 bekommen mussten.
Mit unserer Reservierung hat auch alles wunderbar geklappt und nach 2 1/2 Stunden waren wir dann auch schon in Leeds. Das hieß, nur noch 50 Kilometer bis nach Ripon. Problem war nur, das der Bus nicht gefahren ist. Der Driver hatte am Vorabend wohl auch einen zuviel genommen.
Der schnellste und einfachste Weg war also das Taxi. Da Taxifahren in England bekanntlich sehr teuer ist, haben wir den netten Pakistani gefragt, was er wohl für einen Preis erwartet…… 40 – 50 Pfund. „Das ist ja ein Schnäppchen“,….. und sind direkt eingestiegen.

Es war eine sehr angenehme Fahrt, allerdings waren wir nach der Hälfte des Weges schon bei 45 Pfund……. Da hat uns wohl einer richtig vera*****.
Als wir endlich in Ripon angekommen waren, blieben uns also nur noch 3 Möglichkeiten:

1. Wegrennen
2. den Taxifahrer verprügeln…. Und dann wegrennen
3. oder…. Versuchen zu diskutieren.

Wir haben uns dann für letzteres Entschieden und hatten nach ca. 10 Sekunden Erfolg. Von 75 Pfund auf 60 Pfund runtergehandelt…… das ist ja fast wie in der Türkei.

Letztes Wochenende hab ich auch wieder mein erstes Spiel gemacht. Nach einem 3:0 Halbzeitrückstand haben wir in der 2ten Hälfte das Spiel gedreht und den Ausgleich erzielt. 5 Minuten vor Schluss hat Guz dann noch einen Elfmeter verschossen. Mhhmmm, da muss ich das nächste Mal wohl wieder ran.

Was ist sonst noch passiert…..!?!?!
Ich hab einen neuen Neuseeländer (Kiwi) bekommen. Er heißt Mel und ist soweit ganz in Ordnung. Ist zwar erst 18 Jahre aber mit ein bisschen Erziehung geht das schon….. mit ihm und einem Border gehe ich jetzt jeden Dienstag und Donnerstag morgen um 7 Uhr joggen.

Dann hab ich noch mein nächstes Premier League Game gesehen… Newcastle vs West Ham. Bisher das beste Spiel was ich hier in England gesehen hab. Score: 2:2

Am Wochenende wird Julius vorbeikommen. Unter anderem steht zum 3ten Mal der Versuch auf dem Programm, unseren Scottlandtrip zu planen. An dieser Stelle möchte ich ganz Herzlich seine Mutter Beate grüßen, die meinen Blog regelmäßig verfolgt.

Eine Sache hab ich noch. Ich habe ein LIDL gefunden. D.h. ich habe jeden Morgen echtes, genießbares, deutsches Brot. Außerdem, Schinken, Salami und ganz wichtig, alles für wenig Geld.
Zum Vergleich, eine Flasche Cola im Sainburry, 1,5 Pfund…. Im LIDL, 0,36 Pfund.

In diesem Sinne….. Cheers

Thursday, 4 December 2008

blaue Augen und blutige Nasen, statt Schulbank drücken

Ich möchte heute mal mit einer kleinen Geschichte anfangen…..

Vor ca. 100 Jahren war Ripon eine schöne kleine Stadt (wie heute auch), wo es allerdings geregelte Jahreszeiten gab. D.h. genauso wie im schönen Deutschland gab es Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Als sich also im Jahre 1904 die Leute in Ripon darauf verlassen konnten und darüber auch sehr glücklich waren, dass es im Sommer die Sonne gab und im Winter viel Schnee, wurde in Deutschland ein kleiner Dorfverein gegründet. Komischerweise hat diese Vereinsgründung den ganzen Jahreszeiten in Ripon durcheinander gebracht. Es gab teilweise alle 4 Jahreszeiten an einem einzigen Tag. Allerdings verschwand in den letzten Jahren der Winter, sodass es Menschen hier in Ripon gibt, die nicht wissen, wie sich Schnee anfühlt geschweige denn aussieht.

Am 4. Dezember 2008 geschah unglaubliches…….

Als ich aufstand, um mich fertig zu machen um nach Harrogate zu fahren (hatte nämlich frei), musste ich mit „erschrecken“ feststellen, dass daraus wohl nichts wird. Es lagen 20 Zentimeter Schnee…….
Unglaublich!!!!!
Da hat die derzeitige Krise der Königsblauen wohl Wunder bewirkt und den Fluch gebrochen. Natürlich hab ich auch ein bisschen nachgeholfen und der Rumänischen Wettmafia mitgeteilt, sie solle doch Hoffenheim unterstützen anstatt diesem kleinen Dorfverein.

Wie dem auch sei…….. mit Schule war dann wohl nichts, was dann ca. 10 Minuten vor Schulbeginn entschieden wurde. (gestern gab es ein 3-stündiges Schnee-Notfallsmeeting, welches anscheinend auch voll eingeschlagen hat…..NOT) Zu diesem Zeitpunkt waren auch schon ganze 5 Lehrer da…… Schüler????? Mangelware……

Diejenigen, die es dennoch zur Schule geschafft haben… ob Lehrer, Schüler, Hausmeister, Freiwillige oder Fußpfleger konnten sich auf eine harte Schneeballschlacht gefasst machen.
Nach unzähligen Blauen Augen und blutigen Nasen kam auf einmal ein Rudel „Chavs“ von der Nachbarschule und forderten uns heraus. Wurde allerdings ein klarer Sieg für uns…… wir hatten nicht soviel gefrühstückt. Einen haben wir immer noch im Keller versteckt…….


Nach diesem grandiosen Sieg kam irgendjemand auf die Idee ein Iglu zu bauen….. warum nicht!?!?!? Fast hätten wir es geschafft, wären da nicht die übriggeblieben „Chavs“ gewesen, die in unbemerkt während unser kleinen Schwimmpause im Pool an unserer Hütte zu schaffen machten. Naja…… that’s life….. wir haben ja noch einen von denen.


















Fast hätte ich es vergessen....... Auf einmal sprang mir Patrick "The Bear" von hinten in den Rücken und forderte mich zu einer Runde ringen auf.... Nachdem wir beide einmal zu Boden gegangen sind haben wir den Kampf (zu seinem Glück), mit unentscheiden beendet.

Am Ende dieses Tages, war ich dann auch ein
bisschen im Eimer und bin nur noch müde ins Bett gefallen (also in 3 Stunden, nachdem ich den Jungs noch mal gezeigt habe, wie man Fußball spielt).

Da ich jetzt schon wieder so viel geschrieben habe, möchte ich mich bei dem Rest recht kurz halten.

Nach der peinlichen Niederlage unserer Nationalmannschaft, brauchte ich ein paar Tage um mich an das neue Klima hier zu gewöhnen. Zum Glück wird das „Wetter“ wieder besser, aber die ersten Tage waren echt schlimm. Am ersten Tag habe ich mich nicht einmal zum Frühstück getraut. Dafür wurde ich mindestens 100 Mal auf das Spiel angesprochen. Selbst meine Aussrede, „I`m not very interested in football“, hat nichts mehr genutzt......... lag wahrscheinlich auch daran, weil ich gerade mit Fuβballschuhen und Ball in der Hand bereit fürs Training war.
Jetzt kommen nur noch vereinzelte „böse Erinnerungen“..... wenn ich dann aber mal Frage, wer über haupt die Tore geschossen hat...... verschwinden diese „Fuβballfans“ auch wieder.

Was ist ansonsten noch alles geschehen?

Vorletzte Woche war an 2 Abenden „House Drama“. Jeder Schüler ist einem „House“ zugeordnet, z.b. „Hutton“...... das ganze kann man mit Harry Potter vergleichen. Insgesamt gibt es vier Häuser, die jeweils ein Theaterstück auffüren. Dabei ist noch zu erwähnen, dass die einzelnen Gruppen ihre Drehbücher selber schreiben und daran auch nichts von den Lehrern verändert wird. So kam es dann, dass ein als Gigolo verkleideter Typ die ganze Zeit auf die Bühne gesprungen ist, obszöne Bewegungen gemacht hat und nicht gerade jugendfreie Kommentare abgegeben hat. Hinterher stellte sich dann heraus, dass er garnicht verkleidet war........
Im groβen und ganzen waren alle vier Stücke sehr amysant, und Respekt vor einigen Schauspielern.

Letzte Woche durfte ich mal wieder mit zu einem Schulausflug. Dieses Mal ging es zu einem „Poetry Day“, welche teilweise sehr interessant war. Wie gesagt....... teilweise........
Zu besuch waren Englands berühmtesten Dichter, die den Schülern neue Anreize zum Gedichte schreiben geben sollten.

Ansosten gibt es eigentlich nichts Interessantes......bzw. nichts was euch hier berichten sollte….

Thursday, 13 November 2008

ist halt alles ein bisschen anders

Freitag war die Premiere des neuen Bond (eine Woche früher als in Deutschland). Es war auch direkt alles ausverkauft, deswegen sind wir erst am Mittwoch gegangen. Wir, heißt: Rebecca, Maria und Frank vom Englisch Kurs. Außerdem noch eine Freundin von Maria, die schon etwas älter ist und einen, ich sag einfach mal…… Panzer fährt. Ich habe dieses Model von Auto, Van oder was auch immer, vorher noch nie gesehen. Dem entsprechend schwierig war es dann auch einen passenden Parkplatz zu finden. Beim ersten Versuch stand die Karre zur Hälfte auf dem Parkplatz und zur Hälfte auf der Straße…… Mhh… und dann ist mir die Schramme an der Stoßstange aufgefallen…… Kein Wunder, irgendwie müssen die anderen Autos vorbei kommen……. War angeblich die Schuld ihres Mannes…. Ja ne, is klar.
Auf jeden Fall, mit voller Vorfreude ab ins Kino. Die Karten hatte Frank im Vorfeld schon besorgt, und er kam kurz bevor der Film anfing.
Ich hab auch erstmal einen Schock bekommen!!!! Das Kino war voll, es waren nur noch vereinzelte Plätze frei.

So, Moment mal…… nach vergeblichem Suchen meiner Sitzplatznummer auf meinem Ticket, musste ich feststellen, dass „Die ersten die Besten sind“. Hier muss man wohl vorm Kino übernachten. Maaaaaaan, sind wir hier denn auf einem Tokio Hotel Konzert?!?!?!?!?
Naja, da blieb uns halt nichts anderes übrig als uns auf die restlichen Plätze zu verteilen. Ich hatte sogar einen richtig Guten.
Ich spare mir jetzt einfach mal den Film zu Erörtern.

Zwei Tage später war Speech-Day an unserer Schule. Hier wurden die letztjährigen Schüler geehrt. Man hat mir vorher eine langweilige Prozession versprochen. Bis auf die 100 Schüler, die teilweise mehrfach einzeln aufgerufen wurden, war das Ganze Ding relativ interessant. Gastredner war Englands bekanntester Bergsteiger, der alle 14 8000er bestiegen hat, Alan Hinkes. Er ist bzw. war gut befreundet mit aktiven, im Ruhestand lebenden oder bereits verstorbenen Bergsteigern. Zum Beispiel Reinhold Messner oder Heinrich Harrer….
Er war mir eigentlich recht sympathisch, bis er sich nicht verkneifen konnte, dass der deutsche Rekord nur bei 10 8000ern liegt.
Also, meine nächste Aufgabe wird sein, diesen Rekord zu schlagen. Ich werde sogar 15 8000er besteigen und zudem noch einen 9000er. So……, aber wahrscheinlich wird er das dann nicht mehr miterleben.
Und dann sah ich ihn…… Unfassbar, aber wahr. Ich hätte nie gedacht, dass ich ihn jemals live zu Gesicht bekommen würde. Bekannter als der Pabst und als Neupresident Barack Obama …….




















Da war er…. Der Prinz aus Zamunda.


Mit seiner Goldkette auf den Schultern, betrat er den Saal. Hat sich aber dann nur irgendwo in die Ecke gesetzt. War wohl doch niemand interessantes den man beachten sollte.
Aber ist doch schon lustig, dass wir hier schon zweimal Karneval in der Schule hatten.

Am Abend sind wir dann mal wieder in den „Worst Club of the World“, die Matrix, gegangen. Allerdings war dieser Abend, mit einer der Besten in meiner kurzen Zeit hier in England. Stellt euch mal vor, ihr geht mit 70 Leuten, die Ihr kennt oder die ihr im Laufe des Abends kennenlernt in einen Club, indem sonst die Leute nur den „Boden küssen“ und veranstaltet eure eigene Party. Wenn selbst der DJ, seine geplante Musik nicht mehr durchsetzen kann und gezwungen ist die Ripon Grammar School zu feiern und jeden Musikwunsch zu erfüllen, (auch wenn wir mache Songs 5mal gehört haben)…… dann sag ich euch, hab ihr einen verdammt geilen Abend gehabt.
Um 3 Uhr wurden wir dann rausgeschmissen, und meine Ohren waren fast taub……

Und an dieser Stelle meine Besten Grüße nach Alne,….. nicht traurig sein, nächstes Mal bist du auch wieder dabei. Dazu sag ich dann nur: B1N0


Mein nächster Beitrag erscheint dann nach dem Spiel Deutschland gegen England. Ich hoffe mal, dass es hier nicht das schlimmste Jahr meines Lebens wird……….

Wednesday, 5 November 2008

Infos!!!!!

unter folgendem Link werde ich nach und nach meine Fotos hochladen:

http://picasaweb.google.com/Stephangoestoengland


Desweiteren habe ich den Flug über Weihnachten gebucht. Ich werde am 17. Dezember um 20:30 Uhr in Düsseldorf landen und bis zum 31. Dezember bleiben.

Bis dahin